Lernwerkstatt der Universität Erfurt

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Blended Learning

Ein Beitrag aus dem gemeinsamen Kooperationsseminar „Digital Teilhaben“ mit der Universität Siegen

von: Chantal, Sara, Rabea und Philipp

 

Willkommen zurück!

Wie schon im letzten Artikel angekündigt, möchte ich (Sara) euch heute “Blended Learning” vorstellen. Während meiner Recherchen zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien bin ich auf mögliche Onlinekommunikationsvarianten gestoßen. Dabei sprach mich besonders diese Methode an.

Blended Learning

Medien ermöglichen uns ein Lehren und Lernen, das ein gemeinsames Treffen nicht mehr notwendig macht und helfen uns, räumliche und zeitliche Distanzen zwischen der Lehrperson und dem Lernenden zu überbrücken. „Blended Learning“ bedeutet so viel wie „gemischtes Lernen“ und beinhaltet Präsenzphasen (Anwesenheit in der Schule) und Phasen ohne Präsenz, die mit Hilfe digitaler Medien möglich sind. Diese beiden Phasen finden immer im Wechsel statt.

Drei Stufen des Blended Learnings:

Bei Blended Learning unterscheidet man drei Stufen. Erstens, die Online-Angebote, welche eine optionale Ergänzung beziehungsweise Vertiefung neben der Präsenzlehre darstellen. Zweitens, Online-Angebote, die die notwendige Vor- und Nachbereitung der Präsenzlehre darstellen. Und drittens, das sogenannte Online Lernen, das eine kontinuierliche Begleitung aller eigenständigen und begleiteten Lernaktivitäten beinhaltet (z.B. elektronische Lerntagebücher).

Vor- und Nachteile von Blended Learning

Blended Learning bringt dahingehend Vorteile mit sich, dass es Lernenden ermöglicht mit Hilfe selbstgesteuerter Lernformen eigene Lernwege zu erarbeiten und damit besser zu lernen. Es kann Schüler/innen nicht nur zu einem vertieften Lernprozess führen, sondern verhilft auch dazu, Fähigkeiten des lebenslangen Lernens einzuüben. Es bietet ihnen die Möglichkeit, ihrem eigenen Tempo und Bedürfnissen entsprechend zu lernen, sowie Zeit und Ort flexibel selbst festzulegen.

Das Problem beim Zeit- und Selbstmanagement der Lernenden könnte jedoch sein, Verantwortung für den eigenen Lernerfolg zu übernehmen. Außerdem könnten sie jederzeit mit technischen Problemen konfrontiert werden, die es dann zu lösen gilt. Auch die oben genannten Bedingungen, die überhaupt erst nötig sind, um so etwas wie Blended Learning zu nutzen (hoher Entwicklungsaufwand und Kostenfaktor, großer Zeitaufwand, technisch und methodisch fachkundige Lehrer/innen), könnten zur Schwierigkeit werden.

Befunde zur Nutzung von Blended Learning zeigen bisher positive Ergebnisse, auch wenn die Integration solcher Methoden in Schulen bisher nur schleppend verläuft. Dass sich die Nutzung solcher Onlinevarianten nur schwer in den Schulalltag integrieren lässt, ist zurückzuführen auf die unzureichende virtuelle Infrastruktur, fehlende Medienkompetenz und die geringe Motivation diesbezüglich von Lehrkräften. Dass manche Lehrpersonen keinen Vorteil im Einsatz digitaler Lernmittel sehen, stellt ein Problem dar, das wir angehen und beheben müssen, da die Verwendung digitaler Medien in Bezug auf Inklusion einen großen Fortschritt bringen kann.

Was machen wir das nächste Mal?

Im nächsten Beitrag wird euch Philipp etwas zum Thema Elternarbeit in der Schule erzählen, wenn es dann wieder heißt: Ready, Steady, Go – Lernbegleiter am Start.

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Eure Lehramtis

 

Literatur:

Petko, Dominik (2014): Einführung in die Mediendidaktik- Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Weinheim und Basel: Beltz-Verlag.

 

e-teaching.orgI Ein Angebot des Leibniz-Institut für Wissensmedien:

https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/blended_learning [28.03.2017]

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