Lernwerkstatt der Universität Erfurt

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Lernen im lernbegleitenden Unterricht

Ein Beitrag aus dem gemeinsamen Kooperationsseminar „Digital Teilhaben“ mit der Universität Siegen

von: Chantal, Sara, Rabea und Philipp

 

Willkommen zurück!

Heute möchte ich (Chantal) mich mit dem Begriffsverständnis des Lernens bei lernbegleitendem Unterricht auseinandersetzen. Denn Lernbegleitung kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten wissen, wie sich der Lernbegriff verändert hat und welches Ziel nun dahinter steckt.

Um das Prinzip der Lernbegleitung erfolgreich im Unterricht zu integrieren, bedarf es „einer grundlegenden Transformation der schulischen Arbeit und Haltung aller Beteiligten“ (Beutel/Beutel 2014, S.24). Dazu gehören nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch die Schulleitung, die Eltern und die Schüler/innen.

Der Unterricht entwickelt sich von einem lehrerzentrierten zu einem schülergesteuerten Unterricht, bei dem jeder Lernende individuell gefördert wird und mithilfe von Problemaufgaben kognitiv aktivierende Leistungen erbringen soll.

Was bedeutet „Lernen“ in einem lernbegleitenden Unterricht?

Lernbegleitung verknüpft den schülergesteuerten Unterricht mit der konstruktivistischen Vorstellung des Lernens.

Doch was heißt das?

Aus kognitiver Sicht versteht man das Lernen als aktiv geistigen Prozess des Erwerbs, Behaltens, Abrufens und Anwendens von Wissen und Information.

In Verbindung mit dem konstruktivistischen Gedanken, dass sich jeder seine eigene Wirklichkeit konstruiert und sein Verhalten durch neues Wissen verändert wird, versteht man unter dem Begriff des Lernens eine aktive und individuelle Leistung des Schülers.

Die aktive Leistung des/der Schülers/Schülerin meint die Tätigkeit des Gehirns, indem verschiedene Informationen verarbeitet werden. Dies ist besonders wichtig für die Einteilung der Lernzeiten (verteiltes Üben), da kein/e Schüler/in sechs Stunden am Stück eine gleichbleibend starke Leistung erbringen kann. Zudem zählt darunter auch die gezielte Vermittlung von Strategien, die den Schülern/Schülerinnen helfen sollen, Problemaufgaben zu lösen und selbstständig zu lernen.

Die Individualität jedes Schülers wird durch die Gedächtniskapazität, der Wahrnehmungsleistung und der Möglichkeit des Gebrauchs von metakognitiven Strategien beeinflusst. Aus diesem Grund ist es notwendig, jeden Schüler individuell zu fördern und auch seine Lernaufgaben individuell zu gestalten, da nicht jeder Schüler die gleiche Leistung auf gleichen Wegen erbringen kann.

 

Was machen wir das nächste Mal?

In unserem nächsten Beitrag möchte ich (Chantal) euch Konzepte und Instrumente der Lernbegleitung vorstellen und zeigen, wie man diese in den Unterricht integrieren kann.

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Eure Lehramtis

 

Literatur:

Beutel, Silvia-Iris; Beutel, Wolfgang (2014): Individuelle Lernbegleitung und Leistungsbewertung: Lernförderung und Schulqualität an Schulen des Deutschen Schulpreises. Schwalbach: Wochenschau Verlag.

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