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Inklusion. Digital. Im Team ~ Unser Workshop für EUCH ~

Bildquelle: pixabay.com

 

Ein Beitrag aus dem Seminar „Digital Teilhaben“

von: Lina, Chantelle, Julia, Anke und Luisa

Hallo zusammen,

Neben den begrifflichen Definitionen, haben wir uns damit auseinandergesetzt, was zu einer multiprofessionellen Teamarbeit an einer inklusions- und digital orientierten Schule wichtig ist. Um die Recherchen zu vereinfachen, haben wir uns im Vorhinein Leitfragen aufgeschrieben: Wer gehört zu dem Team? Was ist wichtig für die Kommunikation?
In dem Zusammenhang haben wir auch die Chancen und Herausforderungen einer multiprofessionelleren Teamarbeit herausgearbeitet.

Unsere Gedanken:

Um Inklusion umsetzen zu können, muss zunächst eine inklusive Kultur geschaffen werden.
Das bedeutet, dass…

  • … alle Mitarbeiter zusammenarbeiten
  • … sich Mitarbeiter und Schüler respektvoll behandeln
  • … Eltern und Mitarbeiter  einen partnerschaftlichen Umgang pflegen

Hinzu kommt, dass inklusive Werte verankert werden müssen. Das bedeutet, dass Mitarbeiter, Schüler, Eltern und schulische Gremien eine gemeinsame Vorstellung von Inklusion haben und diese auch nach außen zeigen. Dieser Leitgedanke muss in allen Strukturen der Schule zu finden sein.

Die Schaffung dieser Grundlagen ist sehr wichtig, um Inklusion umzusetzen. Dafür muss ein multiprofessionelles Team geschaffen werden. Inklusion beginnt nicht in den Klassen, sondern im multiprofessionellen Team. Wenn nicht alle hinter dem Inklusionsgedanken stehen, ist es fast unmöglich, ihn an einer Schule umzusetzen.

Da stellt sich für viele die Frage, wer gehört denn jetzt zu dem multiprofessionellen Team??

Wir haben uns dazu Gedanken gemacht, wer nach unserer Meinung zu einem multiprofessionellen Team gehört. Insgesamt, muss jedoch jede Schule individuell für sich entscheiden, wer zu ihrem multiprofessionellen Team gehört und wer nicht.

Zu einem multiprofessionellen Team gehören zunächste die Lehrkräfte. Durch eine offene Kommunikation, einen respektvollen Umgang und gegenseitige Unterstützung, fühlt sich jeder Lehrer willkommen. Sie helfen sich gegenseitig und trägt seine persönlichen Stärken bei.
Des Weiteren können dadurch Schwächen und Stärken einzelner Schüler erkannt werden. Es sollte immer darauf geachtete werden, dass die Lehrkräfte durch ihren Job nicht zu überlastet sind und gesund bleiben.
Durch die Umsetzung von Inklusion werden auch in der Schulen weitere Pädagogen arbeiten, wie zum Beispiel, Schulbegleiter/innen. Sie gehören mit zum Team und tragen dazu bei, die Schwächen und Stärken der Schüler/innen  herauszuarbeiten, um sie gemeinsam mit den Lehrkräften optimal fördern zu können. Die Lehrkräfte planen den Unterricht mit den Pädagogen zusammen und gestalten so eine optimale Lernumgebung für alle Schüler/innen der Klasse.

Neben den Lehrern und Schulbegleitern spielen die Eltern eine sehr große Rolle. Sie können einen großen Beitrag zur Förderung der Kinder beisteuern, da sie ihre Kinder aus einer anderen Perspektive kennen. Sie können zusammen mit den Lehrkräften und Pädagogen einen optimalen Förderplan für die Kinder erstellen. Dabei ist eine offene Kommunikation wichtig. Die Lehrkräfte, aber auch Pädagogen müssen ehrlich sagen, wenn das Engagement der Eltern, die Arbeit der Lehrkräfte/Pädagogen hindert. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sollte nicht zu einem Hindernis, sondern eine Chance sein, das Kind besser fördern zu können.
Der Lernstand der Kinder und die Fördermaßnahmen sollten mit den Kindern offen kommuniziert werden. Die Kinder müssen immer über ihren Lernstand informiert werden. Dabei kann sich das Kind auch selber reflektieren und Verhaltensweisen erläutern. Es ist sehr wichtig, dass man nicht nur über das Kind, sondern auch mit dem Kind redet.

In der Übermittagsbetreuung bauen die Kinder eine Beziehung zu ihren Betreuern auf.  Durch regelmäßigen Kontakt mit den Lehrkräften, Eltern und Kindern können auch hier Stärken und Schwächen gefördert werden.
Die oben genannten Bereiche, bezeichnen wir als den Kernbereich des Teams, die dafür Sorgen, dass die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen Schülers erkannt werden.
Zu einer Schule gehören jedoch nicht nur Eltern, Lehrer und Schüler, sondern auch weitere Mitarbeiter. Natürlich müssen auch hier die Leitgedanken der Schule zu finden sein und umgesetzt werden. Ziel an einer inklusiven Schule ist es, dass eine inklusive Gemeinschaft geschaffen wird. Das bedeutet, dass nicht nur über die Förderung der einzelnen Schüler diskutiert wird, sondern auch Maßnahmen getroffen werden, um die Gemeinschaft in der Schule zu stärken. Dazu tragen zum Beispiel Organisationen von Schulfesten bei, die durch die Zusammenarbeit alle Mitarbeiter gestärkt werden (Hausmeister, Putzhilfen etc.)

Zum multiprofessionellen Team gehören außerdem jegliche außerschulischen Gremien, die den Leitgedanken der Schule tragen.

Für die Umsetzung von Inklusion gehört jedoch auch, dass die Politik den Leitgedanken mitträgt und genügend Ressourcen zur Verfügung stellt. Dazu gehören genügend Lehrkräfte und Pädagogen und digitale Medien, die Umsetzung erleichtern.

Wie kann man digital kommunizieren??

Das multiprofessionelle Team ist sehr groß. Dass wöchentliche Meetings mit allen Mitgliedern nicht realistisch sind ist uns bewusst. Die Kommunikation kann jedoch durch die Digitalisierung realisiert werden. Wir dachten an einen Blog, zu dem die Mitglieder des Teams Zugriff haben. Darauf wird der Leitgedanke der Schule festgehalten. Außerdem können dort schulische Veranstaltungen geplant werden. Hinzu kommen dann passwortgeschützte Bereiche für jeden einzelnen Schüler. Diese sind für die Schüler, die Eltern, die Lehrkräfte und zuständigen Pädagogen des  jeweiligen Schülers zugänglich. Hier wird der aktuelle Lernstand des Kindes notiert.

Die Umsetzung von Inklusion hört sich zunächst nach viel Arbeit an, nur wenn alle an einem Strang ziehen ist es umsetzbar. Durch digitale Medien wird die Umsetzung vereinfacht. Um Schulen bei der Entwicklung eines Konzepts für die Umsetzung multiprofessioneller Teamarbeit in inklusiven und digital-Orientierten Schulen zu unterstützen, haben wir einen Workshop entwickelt, den wir euch im nächsten Blogeintrag vorstellen werden.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Inklusion. Digital. Im Team. 🙂

Index für Inklusion-Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln, Tony Both & Mel Ainscow, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, 2003

Krämer,P.,Przibilla,B.& Grosche, M., 2016. Induktionsschema zur operationalen Definition schulischer Inklusion

 

 

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