Lernwerkstatt der Universität Erfurt

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Ein Raum für junge Forscher*innen

 

Ein Beitrag aus dem Seminar „Digital Teilhaben“

von: Emma, Ferdaus, Lea und Caro

Tüfteln, kleckern, experimentieren, montieren, mikroskopieren, ausprobieren, forschen, untersuchen, erkunden… – all das soll in unserem Labor den angehenden Wissenschaftlern*innen ermöglicht werden.

Die jungen Forscher*innen sollen einen freien Zugang zu den unterschiedlichsten Materialien zum Experimentieren von handlichen Lupen über einfache Messinstrumente wie Thermometer oder Waage bis hin zu hochwertigen Mikroskopen haben.

Im angehängten pdf-Dokument werden einige solcher  Versuche übersichtlich aufgelistet:experimente_mit_aha_effekt

Während die Schüler also ihren Experimenten nachgehen, wird ganz nebenbei ihre Teamfähigkeit sowie Selbstständigkeit nachhaltig gefördert.

Unserer Ansicht nach wäre es sogar gut vorstellbar, einen Teil des Raumes oder den gesamten Raum derartig abzudunkeln, dass wir in diesem Bereich ein eigenes Fotolabor bereit zu stellen. Dies widerspricht womöglich unserem sonst eher auf modernste Digitalität ausgerichteten Konzept, doch wollen wir den Schülern bewusst den Zugang zu historischen Bild-Entwicklungs-Methoden verschaffen und für die geschichtlichen Ursprünge heutiger Technologien sensibilisieren.

Um dem digitalen Aspekt unseres Projektes gerecht zu werden, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, inwieweit wir die Technik in Form von Tablets und Smartboards wieder einbinden können, ohne dass das experimentelle und forschende Arbeiten zu kurz kommt. Im folgenden Absatz werden wir einzelne unserer Gedanken schildern.

Beispielsweise nehmen die Schüler die Tablets zur Hand, um die ermittelten Werte in eine Wertetabelle einzutragen, welche sie anschließend selbstständig auf das Smartboard bringen und für alle nachvollziehbar zu machen. Das Gleiche gilt für Mikroskope, deren Aufnahmen ebenfalls per Smartboard übermittelt werden. 

Außerdem könnte es sehr interessant werden, widmet man sich den einzelnen Bestandteilen heutiger technischer Instrumente, baut diese gemeinsam auseinander und rekonstruiert einen Schaltkreis mit Hilfe von Lernbausätzen zu Stromkreisen. (https://www.betzold.de/prod/85479/)

Aber bei aller Freude am wilden Experimentieren sollte eine gewisse Strukturierung den Rahmen festlegen. Denn laut Mikelski-Seifert und Weibel, Autoren der Handreichung des SINUS-Programms an Grundschulen im Jahr 2011, läuft man Gefahr, dass die vorunterrichtlich falschen Konzepte vertieft werden statt dass die Schüler*innen die eigentlichen naturwissenschaftlichen Phänomene dahinter erkennen.  Hier nachzulesen :experimente_mit_aha_effekt

Ein guter Weg liegt demnach in der Mitte zwischen freiem Experimentieren und vorgegebenem Laborieren.

Warum sollte denn im Unterricht überhaupt experimentiert werden?

Diese Frage können wir ganz einfach beantworten, indem wir einen weiteren Blick in den Text von Mikelskis-Seifert und Wiebel werfen Hier ist von fünf Kompetenzen die Rede. Schauen wir uns diese einmal genauer an:

1) In erster Linie wird die Problembewältigung geschult, indem die Schüler*innen Tatsachen erklären, ihre jeweiligen Vorkenntnisse erfassen, Ideen zur Problemlösung zusammen tragen und geeignete Versuche auswählen.

2) Des Weiteren werden Erkenntnisse aus den ausgewählten Versuchen mitsamt aller ermittelten Ergebnisse festgehalten und gesammelt. Ganz nebenbei wird ein sachgerechter Umgang mit den Materialien gefördert.

3) Im nächsten Schritt wertet man die Erkenntnisse aus, vergleicht sie miteinander und stellt sie zueinander in Bezug.

4) Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse auf ähnliche Probleme übertragen und gleichzeitig wird die Nützlichkeit technischer Anwendungen überprüft.

5) Und ganz nebenher erlangt man übergreifende Kompetenzen wie Geduld, Teamfähigkeit und das Abarbeiten bestimmter Reihenfolgen.

Genau wie der Leiter des MINT-Schülerlabors in Mittweida, Professor Alexander Horn, wollen wir also dementsprechend „die Begeisterung und das Verständnis der jungen Menschen für Natur und Technik steigern und unterstützen.“ (https://www.hs-mittweida.de/webs/schuelerlabor.html)

Was haltet ihr von unsrer Idee eines Labor – Zimmers? 

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